1Start und Aufbau
Den Routeneditor gibt es in zwei Ausführungen. Die macOS-App startet per Doppelklick wie jedes andere Programm, öffnet GPX-Dateien direkt aus dem Finder, speichert auf ein angeschlossenes Garmin-Gerät und legt deine Arbeit in einer richtigen Datei ab. Die Browser-Fassung ist eine einzelne HTML-Datei, die man ebenfalls doppelklickt; sie kann alles außer den Finder- und Garmin-Anbindungen.
Die vier Bereiche
| Bereich | Wozu |
|---|---|
| Werkzeugleiste oben |
Dateien öffnen, Neues erstellen, Ansicht umschalten, Exportieren. Rechts außen der Wechsel zwischen Hell und Dunkel sowie die Ortssuche. |
| Seitenleiste links |
Alles, was geladen ist: Daten, Tracks, Wegpunkte, Routen, Notizen. |
| Karte Mitte |
Die Tour. Hier wird gezogen, geklickt und bearbeitet. |
| Statistikleiste unten |
Höhenprofil, Geschwindigkeit, Zahlen, Trackpunkt- und Wegpunkttabellen. |
Seitenleiste anpassen
- Breite ändern: am rechten Rand der Seitenleiste packen und ziehen. Die Breite bleibt erhalten.
- Zurücksetzen: Doppelklick auf denselben Rand.
- Ein- und ausklappen: der Pfeil am Rand, oder die Taste S.
Die fünf Reiter der Seitenleiste
| Daten | Alles zusammen, nach Tracks, Wegpunkten und Routen gruppiert. Gruppen lassen sich zuklappen; der Zustand bleibt erhalten. |
| Tracks | Nur aufgezeichnete Tracks, mit Mehrfachauswahl. |
| Wegpunkte | Einzelne markierte Orte. |
| Routen | Berechnete oder gezeichnete Routen. |
| Notizen | Eigene Vermerke auf der Karte. |
2Die geführte Einführung
Beim allerersten Start meldet sich ein Rundgang durch die Oberfläche. Er dunkelt die Karte ab, hebt nacheinander die Bedienelemente hervor und erklärt sie in zwölf Schritten – etwa zwei Minuten.
- Weiter und Zurück über die Knöpfe oder die Pfeiltasten ← und →.
- Abbrechen mit Esc oder dem Knopf Beenden.
- Später wieder aufrufen: Ansicht → 🎓 Einführung starten.
Nach dem ersten Mal meldet er sich nicht mehr von selbst.
3Dateien öffnen
Der Editor liest drei Formate:
| GPX | Der Standard für GPS-Daten. Tracks, Routen und Wegpunkte samt Zeitstempeln und Höhen. |
| KML | Google-Earth-Format. |
| FIT | Garmin-Aufzeichnungsformat, wird binär eingelesen. |
Vier Wege hinein
- Knopf: GPX öffnen in der Werkzeugleiste.
- Ziehen: Datei aus dem Finder auf die Karte fallen lassen.
- Zuletzt geöffnet: das Uhrensymbol neben dem Öffnen-Knopf.
- Aus dem Finder (nur App): Rechtsklick auf eine GPX-Datei → Öffnen mit → Tourendeddy Routeneditor. Über Informationen → Alle ändern wird der Editor zum Standardprogramm für GPX.
In der App wird nicht mehr der Dateiinhalt gespeichert, sondern nur der Pfad. Die Datei wird beim Anklicken frisch von der Festplatte gelesen. Dadurch gibt es keine Größengrenze mehr, auch FIT-Dateien stehen in der Liste, und du bekommst immer den aktuellen Stand. Wurde die Datei verschoben, sagt die App das.
Im Browser bleibt es beim alten Verfahren – dort darf eine Webseite aus Sicherheitsgründen keine Datei über ihren Pfad öffnen.
4Speichern und Sichern
Deine Arbeit wird laufend im Hintergrund gesichert. Die Uhrzeit neben dem Diskettensymbol zeigt, wann zuletzt. Erscheint dort ein ⚠️ mit dem Hinweis „nicht gesichert", ging etwas schief – dann über Export eine GPX-Datei anlegen.
Die App legt den Arbeitsstand jetzt als tourendeddy-store.json in ihrem
Programmordner ab. Damit entfällt die frühere Grenze von etwa 5 MB, und ein Zurücksetzen
von Browserdaten kann ihr nichts mehr anhaben. Geschrieben wird in zwei Schritten –
erst daneben, dann umbenannt –, damit ein Absturz mitten im Speichern den alten Stand
nicht beschädigt.
Beim ersten Start nach der Umstellung übernimmt die App, was noch im alten Browserspeicher lag. Die Browser-Fassung arbeitet unverändert weiter.
Gelöschtes zurückholen
Tracks, Wegpunkte und Routen lassen sich mit ⌘ Z beziehungsweise Strg Z wiederherstellen, bis zu fünfzehn Schritte weit. Eine Sammellöschung von zwanzig Einträgen gilt dabei als ein Schritt und kommt komplett zurück.
Dasselbe Kürzel nimmt auch Trackaktionen wie Zusammenfügen, Teilen und Glätten zurück sowie Änderungen an Ankerpunkten. Zurückgenommen wird immer die zuletzt ausgeführte Aktion, gleich aus welchem Bereich.
Der gespeicherte Stand gehört zum Programm. Touren, die dauerhaft erhalten bleiben sollen, gehören als GPX-Datei auf die Festplatte.
5Karten und Ansicht
Kartentypen
Unter Ansicht → Kartentyp:
| OpenStreetMap | Die Standardkarte. Gute Straßendarstellung. |
| Topo | Höhenlinien und Gelände. Für Wanderungen und Bergstrecken. |
| Satellite | Luftbild. |
| Cycling | Radrouten als farbige Ebene über der Straßenkarte. |
| Wanderwege | Markierte Wanderwege als Ebene über der Straßenkarte. |
Navigieren
- Verschieben: auf der Karte ziehen.
- Zoomen: Mausrad, die Knöpfe + und −, oder Doppelklick.
- Alles anzeigen: Ansicht → Alle anzeigen.
- Zoom-Box: Ansicht → Zoom-Box, dann mit gedrückter Umschalt-Taste ein Rechteck aufziehen. Esc beendet den Modus.
- Vollbild: blendet alles bis auf die Karte aus.
Unten links steht der Maßstab, unten mittig die Koordinaten unter dem Mauszeiger. Die Ortssuche rechts in der Werkzeugleiste springt zu einer eingegebenen Adresse.
Karte aufräumen
Ansicht → Karte aufräumen entfernt Linien, die zu keiner Route und keinem Track mehr gehören – etwa nach einem abgebrochenen Berechnungsvorgang. Der Befehl meldet, wie viele Linien entfernt wurden.
6Karten offline speichern
Für Touren ohne Empfang lassen sich Kartenausschnitte im Voraus sichern. Der Editor legt die einzelnen Kartenkacheln lokal ab und greift beim Anzeigen zuerst darauf zu.
- Den gewünschten Ausschnitt einstellen und den Kartentyp wählen, der offline verfügbar sein soll.
- Ansicht → Karten offline speichern.
- Die Zoomtiefe wählen. Je mehr Stufen, desto weiter lässt sich später hineinzoomen – und desto größer der Speicherbedarf. Die geschätzte Größe steht im Dialog.
- Jetzt speichern drücken und den Fortschritt abwarten.
Gespeichert wird immer die gerade sichtbare Karte. Bei Rad- und Wanderkarte kommt die Straßenkarte darunter automatisch mit. Wer Topo und Satellit offline braucht, speichert den Ausschnitt je einmal pro Kartentyp.
Angesehene Ausschnitte mitspeichern
Der Schalter im selben Dialog legt jede Kachel ab, die beim normalen Arbeiten angezeigt wird. Voreingestellt ist er aus, weil dabei zusätzlicher Datenverkehr entsteht.
Ob es wirklich funktioniert, zeigt nur ein Test: Ausschnitt speichern, WLAN trennen, Karte neu laden. Der gesicherte Bereich muss sichtbar bleiben. Außerhalb davon bleibt die Karte grau – das ist richtig so.
7Tracks
Ein Track ist eine Aufzeichnung: die tatsächlich gefahrene Strecke, meist mit Zeitstempel und Höhe an jedem Punkt. Daraus entstehen alle Auswertungen.
Auswählen
- In der Seitenleiste klicken: die Karte springt auf den ganzen Track.
- Auf der Karte klicken: der Ausschnitt bleibt stehen. So lässt sich in eine Stelle hineinzoomen und dort weiterarbeiten.
- Auge-Symbol: blendet einen Track aus, ohne ihn zu löschen.
Rechtsklick in der Seitenleiste
| Auf Karte zoomen | Ausschnitt an den Track anpassen. |
| Bearbeiten | Name und Farbe ändern. |
| Duplizieren | Kopie anlegen, bevor man etwas ausprobiert. |
| Track glätten | GPS-Ausreißer entfernen, siehe unten. |
| Als GPX exportieren | Nur diesen Track sichern. |
| → Als Route | Aufzeichnung in eine bearbeitbare Route umwandeln. |
| Löschen | Entfernt den Track – mit ⌘ Z rückholbar. |
Track glätten
GPS-Empfänger setzen gelegentlich einzelne Punkte weit daneben – im Wald, in Tunneln, zwischen Häuserzeilen. Solche Ausreißer verfälschen Distanz und Höchstgeschwindigkeit. Das Glätten entfernt Punkte, die eine unrealistische Geschwindigkeit voraussetzen würden. Vorher wird angezeigt, wie viele Punkte betroffen sind.
Tracks zusammenfügen
- In der Seitenleiste zwei oder mehr Tracks ankreuzen.
- Der violette Knopf ⛓ erscheint neben dem Papierkorb.
- Drücken und bestätigen. Die Punkte werden in der Reihenfolge der Auswahl aneinandergehängt, die Ausgangstracks verschwinden.
Nützlich für Mehrtagestouren, die als Tagesetappen aufgezeichnet wurden.
Mehrere Tracks auswerten
Sind zwei oder mehr Tracks angekreuzt, öffnet sich die Statistikleiste mit einer Summe: Gesamtkilometer, Auf- und Abstieg, Gesamtdauer, Fahrzeit, Punktzahl, Durchschnitt je Track und der abgedeckte Zeitraum. Dasselbe gilt für mehrere ausgewählte Routen.
8Trackpunkte bearbeiten
Der Reiter Trackpunkte listet jeden einzelnen Messpunkt mit Datum, Uhrzeit, Koordinaten, Höhe, Geschwindigkeit und aufgelaufener Distanz.
Blättern und sortieren
Die Liste zeigt 200 Punkte je Seite. ◀◀ und ▶▶ springen an Anfang und Ende – letzteres ist praktisch, um überflüssige Punkte am Tourende loszuwerden. Ein Klick auf eine Spaltenüberschrift sortiert danach, ein zweiter kehrt die Richtung um.
Den passenden Punkt finden
Ist ein Track ausgewählt und man klickt auf der Karte auf die Linie, springt die Liste zum nächstgelegenen Punkt, hebt ihn blau hervor und setzt einen Ring auf die Karte – auch dann, wenn er auf einer anderen Seite liegt und auch bei abweichender Sortierung.
Vier Wege, Punkte loszuwerden
Ein Klick auf eine Zeile öffnet ein kleines Menü:
| Als Endpunkt | Alles nach diesem Punkt löschen. |
| Als Startpunkt | Alles davor löschen. |
| Track hier teilen | Ergibt zwei getrennte Tracks, Teil 1 und Teil 2. |
| Nur diesen Punkt | Einzelnen Ausreißer entfernen. |
Jede Aktion fragt vorher nach und nennt die Zahl der betroffenen Punkte.
Mehrere Punkte auf einmal
Über die Kästchen links lassen sich Punkte ankreuzen und gemeinsam löschen. Für einen zusammenhängenden Bereich: den ersten Punkt anklicken, dann mit gedrückter Umschalt-Taste den letzten. Das funktioniert genauso in der Wegpunkt- und der Ankerpunkttabelle.
9Wegpunkte
Wegpunkte sind einzelne markierte Orte: Rastplätze, Aussichtspunkte, Tankstellen, Hotels.
- Neu: Erstellen → Wegpunkt hinzufügen, dann auf die Karte klicken.
- Verschieben: den Marker auf der Karte ziehen.
- Bearbeiten: Marker anklicken und Bearbeiten wählen. Name, Beschreibung, Symbol und Farbe lassen sich ändern.
Die Symbole entsprechen den Garmin-Wegpunktsymbolen und werden beim Export übernommen. In der Tabelle unter Wegpunkte lassen sich Namen direkt in der Zeile ändern.
Aus Wegpunkten eine Route machen
Erstellen → Wegpunkte → Route verbindet ausgewählte Wegpunkte in der gewünschten Reihenfolge zu einer berechneten Route.
10Routen berechnen
Eine Route ist eine geplante Strecke. Sie besteht aus Ankerpunkten – Start, Ziel und Zwischenstationen – und dem berechneten Weg dazwischen.
Das Routing-Fenster
Erstellen → Routing berechnen. Das Fenster liegt über der Karte, blockiert sie aber nicht:
- Verschieben: an der Titelzeile packen und ziehen. Die Stelle wird gemerkt. Doppelklick auf die Titelzeile stellt die Mitte wieder her.
- Einklappen: der Knopf ▁ klappt es auf die Titelzeile zusammen; die Eingaben bleiben erhalten.
- Schließen: das ✕. Ein Klick auf die Karte schließt es nicht.
Die Routing-Maschine wählen
Ganz oben im Fenster stehen zwei Maschinen zur Wahl. Sie entscheiden darüber, wie die Strecke gesucht wird.
| Maschine | Eigenschaften |
|---|---|
| 🏍 BRouter voreingestellt |
Mehrere Auto-Profile, dadurch lassen sich große Straßen tatsächlich meiden. Liefert außerdem die Höhe zu jedem Punkt gleich mit – das Höhenprofil ist also sofort da. |
| 🚗 OSRM | Schnell und zuverlässig, kennt aber nur ein einziges Autoprofil. Kurvenreiche Führung ist damit nicht möglich. |
Antwortet BRouter nicht, rechnet der Editor automatisch mit OSRM weiter und sagt es dir. Unter dem Ergebnis steht immer, welche Maschine und welches Profil tatsächlich gerechnet haben.
Streckenwahl bei BRouter
Für Motorrad und Roller stehen vier Arten zur Wahl:
| Direkt | Zügig ans Ziel. |
| Sparsam | Meidet große Straßen – Voreinstellung. |
| Kurvig | Bevorzugt kleine, kurvenreiche Strecken. |
| Roller | Für langsamere Fahrzeuge. |
Start, Ziel und Zwischenpunkte
Orte lassen sich eintippen und mit Enter suchen, oder über das Fadenkreuz direkt auf der Karte setzen. Mit Zwischenpunkt kommen beliebig viele Stationen dazwischen.
Die fünf Profile
| Profil | Verhalten |
|---|---|
| Schnell | Zügigste Verbindung. |
| Kurvenreich | Nutzt bei BRouter die oben gewählte Streckenart. Bei OSRM nicht von „Schnell“ zu unterscheiden. |
| Fahrrad | Radwege und verkehrsarme Straßen. |
| Wandern | Fuß- und Wanderwege. |
| Individuell | Wie Kurvenreich, mit eigenen Vorgaben. |
Er kennt genau ein Autoprofil und lehnt das Ausschließen einzelner Straßenklassen ab. Autobahn, Maut oder Fähren lassen sich mit ihm nicht vermeiden. Genau dafür gibt es die Umschaltung auf BRouter.
Route speichern
Nach der Berechnung stehen Distanz und Dauer im Fenster. Als Route speichern übernimmt sie in die Seitenleiste. Erst dann ist sie dauerhaft und lässt sich bearbeiten.
Rundkurs planen
Für eine Tour, die dort endet, wo sie beginnt: Startpunkt setzen und entweder eine gewünschte Streckenlänge oder eine Fahrdauer angeben.
Route von Hand zeichnen
Erstellen → Route manuell zeichnen: jeder Klick auf die Karte setzt einen Punkt, der Weg dazwischen wird berechnet. Esc bricht ab.
11Routen bearbeiten
Eine ausgewählte Route zeigt ihre Ankerpunkte auf der Karte. Die anderen Wegpunkte werden dabei ausgeblendet, damit die Ansicht übersichtlich bleibt.
Auf der Karte
- Anker verschieben: Punkt ziehen; die Route rechnet sich neu.
- Anker einfügen: an einer beliebigen Stelle auf die Linie drücken und ziehen.
- Anker löschen: Rechtsklick auf den Punkt.
- Punkt finden: ein Klick auf die Route hebt den nächstgelegenen Ankerpunkt in der Tabelle hervor; ein Klick auf eine Tabellenzeile springt umgekehrt zum Punkt auf der Karte.
Die Ankerpunkt-Tabelle
Unter Wegpunkte stehen die Anker der ausgewählten Route mit Namen, Koordinaten und – besonders nützlich beim Planen – dem Streckenkilometer, an dem der Punkt liegt. Damit lässt sich ablesen, nach wie vielen Kilometern die Mittagspause kommt.
Track in Route umwandeln
Rechtsklick auf einen Track → → Als Route. Es gibt zwei Arten:
| Exakt am Track entlang | Übernimmt alle Punkte unverändert. Nichts wird neu gerechnet, der Verlauf bleibt genau erhalten. Die richtige Wahl, wenn die Route auf ein Navigationsgerät soll. |
| Mit Ankerpunkten | Legt bis zu 500 Ankerpunkte an und lässt dazwischen neu rechnen. Dadurch entstehen Abweichungen vom ursprünglichen Verlauf, dafür ist die Route hinterher bearbeitbar. |
Zwischen zwei Ankerpunkten sucht die Maschine ihren Weg, nicht deinen. Je weniger Anker, desto mehr eigene Ideen. Ab etwa 150 Ankerpunkten kann „Route neu berechnen“ zudem scheitern, weil die Anfrage zu groß wird. Kommt es auf den genauen Verlauf an, ist „exakt am Track entlang“ der sichere Weg.
Knöpfe im Routenfenster
| Route neu berechnen | Nach Änderungen am Profil oder an der Maschine. |
| Umkehren | Fahrtrichtung tauschen. |
| Rückgängig | Letzte Ankeränderung zurücknehmen. |
| Profil-Vergleich | Alle Profile gegenüberstellen. |
| Als Track speichern | Route in einen Track umwandeln. |
Profil-Vergleich
Der Vergleich rechnet dieselbe Strecke mit allen Profilen durch und stellt Distanz, Dauer, Kalorien und Schwierigkeit nebeneinander. Ein Klick wählt eine Fassung aus, anwenden übernimmt sie samt Profil in die bestehende Route.
12Wetter, POIs und Höhendaten
Wetter entlang der Route
Prüft fünf über die Strecke verteilte Punkte. Das Datum lässt sich bis zu fünfzehn Tage im Voraus wählen, zu jedem Punkt gibt es den Verlauf über den Tag.
Sehenswertes unterwegs
POIs entlang Route sucht in einem einstellbaren Umkreis nach Sehenswürdigkeiten, Historischem, Natur, Gastronomie, Übernachtung, Sport, Religion und Kultur. Treffer lassen sich mit einem Klick als Zwischenstopp übernehmen.
Höhendaten nachtragen
Fehlen einer Route oder einem Track die Höhen, holt Höhendaten abrufen sie aus einem Höhenmodell. Zwischen den abgefragten Stützpunkten wird stetig interpoliert, damit das Höhenprofil nicht treppenförmig wird.
Mit BRouter berechnete Routen brauchen das nicht – dort sind die Höhen bereits enthalten.
Wetter, POIs und Höhendaten kommen von externen Diensten. Ohne Verbindung bleiben sie leer – im Gegensatz zu gespeicherten Kartenausschnitten.
13Notizen
Notizen sind Vermerke auf der Karte, die nichts mit einer bestimmten Tour zu tun haben müssen: eine gesperrte Straße, eine gute Werkstatt, eine Stelle für den nächsten Versuch.
- Setzen: das Notizsymbol in der Werkzeugleiste, dann auf die Karte klicken.
- Ansehen: Reiter Notizen in der Seitenleiste.
- Löschen: das ✕ am Eintrag, oder Alle.
Notizen werden von der Suche mit erfasst, wandern aber nicht in den GPX-Export.
14Die Statistik verstehen
Die Leiste unten hat sieben Reiter und zeigt immer das gerade ausgewählte Element. Mit B lässt sie sich ein- und ausklappen, ihre Höhe lässt sich ziehen.
| Höhenprofil | Höhe über der Strecke. |
| Geschwindigkeit | Tempo über der Strecke. |
| Höhe+Speed | Beides übereinander. |
| Steigung | Steigungsprozente. |
| Statistiken | Die Zahlen im Überblick. |
| Trackpunkte | Alle Messpunkte. |
| Wegpunkte | Wegpunkte und Ankerpunkte. |
Was die Werte bedeuten
| Wert | Berechnung |
|---|---|
| Datum | Aus dem Zeitstempel des ersten Punkts. |
| Distanz | Summe der Abstände zwischen allen Punkten. |
| Aufstieg / Abstieg | Summe aller Höhenunterschiede. Die Höhendaten werden vorher über fünf Punkte geglättet, weil barometrische Messungen ständig leicht schwanken und die Summe sonst zu hoch ausfiele. |
| Gesamtdauer | Vom ersten bis zum letzten Zeitstempel, Pausen eingeschlossen. |
| Standzeit | Zeit unter 1 km/h, ab dreißig Sekunden am Stück. |
| Fahrzeit | Gesamtdauer minus Standzeit. |
| Haltestopps | Anzahl der erkannten Pausen. |
| Ø Geschwindigkeit | Distanz geteilt durch Gesamtdauer. |
| Ø Fahrgeschwindigkeit | Distanz geteilt durch Fahrzeit. Liegt höher, weil Pausen herausfallen. |
| Höchstgeschw. | Nicht der höchste gemessene Wert, sondern das 99. Perzentil. Ein einzelner GPS-Sprung erzeugt sonst Werte, die nie gefahren wurden. |
| Kalorien | Schätzung aus Distanz, Aufstieg und Bewegungszeit. |
| Schwierigkeit | Einstufung aus Distanz und Höhenmetern. |
Es gibt keine verbindliche Vorschrift, wie diese Werte zu berechnen sind. Jedes Programm setzt eigene Schwellen für Pausen, Glättung und Ausreißer. Abweichungen im Bereich weniger Prozent sind normal.
15Exportieren und aufs Gerät bringen
Als Datei
Export → Alles exportieren schreibt Tracks, Routen und Wegpunkte in eine GPX-Datei. Einzelne Elemente gehen über den Rechtsklick in der Seitenleiste. Zeitstempel und Höhen bleiben erhalten, damit die Auswertung nach dem erneuten Öffnen wieder vollständig ist.
Auf ein Garmin-Gerät
Ältere Garmin-Geräte melden sich am Mac als Laufwerk. Dann führt Export → Auf Garmin GPS speichern zum Ziel: Der Editor erkennt den Ordner selbst und schlägt ihn im Speichern-Dialog vor.
Auf ein Zumo XT
Das Zumo XT ist ein Android-Gerät und lässt sich am Mac nicht als Laufwerk einbinden. Der Weg führt über Googles kostenloses Programm Android File Transfer:
- Export → Auf Zumo XT kopieren. Die GPX-Datei landet in „Downloads“, der Finder zeigt sie an.
- Zumo per USB anschließen; Android File Transfer öffnet sich.
- Die Datei nach
Internal Storage/GPXziehen. - Am Gerät unter Apps → Tracks importieren.
Wird die Datei auf einem Navigationsgerät oder in einem anderen Programm weiterverwendet, ist der Track die sichere Wahl: Er gibt den Verlauf punktgenau vor. Eine Route mit wenigen Ankerpunkten rechnet das Zielgerät selbst neu – dann kann die Führung von deiner Planung abweichen. Eine Route lässt sich vorher über Als Track speichern umwandeln.
16Tastenkürzel
| Taste | Wirkung |
|---|---|
| S | Seitenleiste ein- und ausklappen |
| B | Statistikleiste ein- und ausklappen |
| ⌘ Z / Strg Z | Rückgängig – nimmt die zuletzt ausgeführte Aktion zurück: Löschen, Trackaktion oder Ankerpunkt |
| Entf | Ausgewähltes Element löschen |
| Esc | Fenster schließen, Zeichnen, Zoom-Box oder Einführung abbrechen |
| Umschalt + ziehen | Rechteck in der Zoom-Box aufziehen |
| Umschalt + klicken | Bereich in einer Tabelle markieren |
| ← → | In der Einführung blättern |
| Enter | Ort im Routing-Fenster suchen |
| ⌘ O | Datei öffnen (nur App) |
| ⌘ S | GPX exportieren (nur App) |
17Wenn etwas klemmt
Die Route führt über Feldwege
Prüfe oben im Routing-Fenster, welche Maschine eingestellt ist, und unter dem Ergebnis, welches Profil tatsächlich gerechnet hat. Steht dort ein Fahrrad- oder Wanderprofil, erklärt das die Feldwege – diese Profile dürfen solche Wege benutzen.
Kurvenreich unterscheidet sich nicht von Schnell
Dann rechnet OSRM. Auf BRouter umschalten – nur diese Maschine kennt mehrere Auto-Profile.
Die Karte lädt nicht
Internetverbindung prüfen. Die Kartenserver sind kostenlos und gelegentlich überlastet – ein anderer Kartentyp hilft oft.
„Routing-Server nicht erreichbar“
Meist genügt ein zweiter Versuch kurz darauf. Bei sehr vielen Ankerpunkten kann die Anfrage zu groß werden; dann Zwischenpunkte entfernen.
Eine Linie liegt herum und lässt sich nicht anklicken
Ansicht → Karte aufräumen.
Nach dem Export fehlen Geschwindigkeit und Dauer
Diese Werte entstehen aus den Zeitstempeln. Enthielt die Ausgangsdatei keine, kann auch die exportierte keine haben. Beim Zeichnen von Hand entstehen ebenfalls keine.
Die Karte ruckelt
Nicht benötigte Tracks über das Auge-Symbol ausblenden. Sehr lange Aufzeichnungen fordern jede Karte; das Glätten reduziert sie spürbar.
Alles auf Anfang
Der Knopf Neu löscht sämtliche geladenen Daten und den gespeicherten Stand. Vorher exportieren, was erhalten bleiben soll.
In der App die Entwicklerwerkzeuge mit ⌥ ⌘ I öffnen und unter „Console“ nachsehen. Rote Meldungen dort nennen die Ursache im Klartext und sind bei der Fehlersuche mehr wert als jede Vermutung.